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Rassebeschreibung Galgo Español

Galgo Español FCI-Standard Nr. 285 / 03.06.1998 / D
(Spanischer Windhund)
Übersetzung: Durch Dr. Paschoud neu formuliert
Ursprung: Spanien
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 26.05.1982
Klassifikation FCI: Gruppe 10 Windhunde, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde, Ohne Arbeitsprüfung

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Kurzer geschichtlicher Abriss
Der Galgo Español war den Römern schon in der Antike bekannt; es ist aber anzunehmen, dass seine Verbreitung auf der Iberischen Halbinsel schon viel früher stattfand. Er stammt von den alten asiatischen Windhunden ab und hat sich an die spanischen Steppen- und Ebenen-Verhältnisse angepasst. Er wurde während des 16., 17. und 18. Jahrhunderts in großer Zahl in andere Länder wie Irland und England exportiert, Der Galgo Español ist einer der Vorfahren des Englischen Windhundes (Greyhound), der die gleichen spezifischen Rassenmerkmale wie der Galgo Español aufweist und somit die gleiche Basis für die spätere Auslese und Anpassung. Man muss hinzufügen, dass unter den zahlreichen Zitaten klassischer Autoren das folgende des Erzpriesters von Hita den wichtigen und ursprünglichen Verwendungszweck der Rasse hervorhebt: «Sobald der Hase losläuft, hetzt ihm die Galgo-Hündin nach».

Allgemeines Erscheinungsbild
Windhund von erheblicher Größe, mittlerem Format, leicht konvexem Profil, länglich in seiner Gestalt, mit langgezogenem Schädel. Kompaktes Skelett, langer und schmaler Kopf, geräumiger Brustkorb, stark aufgezogener Bauch und sehr lange Rute. Hinterhand ausgeprägt senkrecht gestellt und bemuskelt. Feines, kurzes Haar oder halblanges Rauhaar.

Wichtige Proportionen
Langgezogener Körper: Die Länge des Körpers ist etwas größer als die Widerristhöhe. Wesentlich sind vor allem die Proportionen und die funktionelle Übereinstimmung, sowohl im Stand als auch in der Bewegung.

Verhalten / Charakter (Wesen)
Ruhiges und gelegentlich zurückhaltendes Wesen. Bei der Jagd entwickelt er jedoch Tatkraft und Lebhaftigkeit.

Kopf Dem Körper entsprechend ist der Kopf lang, knochig und trocken. Das Verhältnis von Schädellänge zu Fang ist 5/6: die Länge des Schädels 5, Länge des Fangs 6. Die oberen Begrenzungslinien von Fang und Schädel streben auseinander. Von oben gesehen soll der Kopf ebenmäßig und sehr lang sein, mit einem langen und schmalen Fang.
Oberkopf
Schädel: Schmal und von leicht konvexem Profil. Er ist länger als breit. Durch die Mitte der Schädeldecke verläuft eine in den ersten zwei Dritteln (vom Fang aus gesehen) sehr ausgeprägte Furche. Die Stirnhöcker und der Hinterhauptkamm sind bloß angedeutet.
Stop: Leicht, sehr wenig betont.
Gesichtsschädel
Nasenschwamm: Klein, feucht; schwarz pigmentiert.
Fang: Lang, mit gegen den Stop zu leicht konvexem, schmalem Nasenrücken.
Lefzen: Sehr trocken. Die obere Lefze bedeckt knapp die untere. Die untere bildet keinen betonten Mundwinkel. Die Lefzen sind fein, straff und dunkel pigmentiert.
Kiefer/Zähne: Zähne stark, weiß und gesund. Scherengebiss. Die Eckzähne sind stark entwickelt. Alle Prämolaren sind vorhanden.
Augen: Klein, schrägstehend, mandelförmig; vorzugsweise dunkel, haselnussfarbig. Ruhiger, sanfter und zurückhaltender Ausdruck.
Augenlider: Feine Haut und dunkle Augenschleimhaut. Sehr eng am Augapfel anliegend.
Ohren: Breiter Ansatz, dreieckige Form, fleischig im ersten Drittel, bis zur abgerundeten Spitze dünner und feiner werdend. Hoch angesetzt. Bei Aufmerksamkeit sind die Ohren im ersten Drittel halb aufgerichtet mit gefalteten, seitwärts gerichteten Enden. Im Ruhestand (entspannt) bilden sie ein am Kopf eng anliegendes Rosenohr. Zieht man sie nach vorne, reichen sie knapp bis zum Mundwinkel.
Gaumen:Dunkel mit sehr ausgeprägten vorstehenden Schleimhautrillen.
Hals: Lang, oval, flach, schlank, stark und beweglich. Schmal beim Kopfansatz, bis zum Rumpfbeginn sich leicht verbreiternd. Die obere Linie ist leicht konkav. Die untere Linie ist fast geradlinig mit, in der Mitte, einer leichten Wölbung.

Körper
Gesamtansicht: Rechteckig, stark und beweglich, Kraft, Beweglichkeit und Widerstandsfähigkeit anzeigend. Der Rippenkorb ist stark entwickelt; stark aufgezogener Bauch.
Obere Profillinie: Leicht konkav verlaufende Rückenlinie, konvex verlaufende Lendenpartie. Ohne brüske Unterbrüche und ohne Abweichungen während der Bewegung, was einen Eindruck von großer Elastizität vermittelt.
Widerrist: Leicht angedeutet.
Rücken: Gerade, lang und gut umrissen.
Lenden: Lang, kräftig, nicht sehr breit, mit einer gebogenen oberen Linie und kompakter Muskulatur, den Eindruck von Beweglichkeit und Kraft gebend. Die Höhe der Lende kann in ihrem Mittelteil die Höhe des Widerristes übertreffen.
Kruppe: Lang, kräftig und sehr schräg. Ihre Neigung zur Horizontalen beträgt mehr als 45 °.
Brust: Mächtig, trotzdem nicht sehr breit; tief, ohne den Ellenbogen zu erreichen, und sehr lang in der Ausdehnung bis zur 13. Rippe. Spitze des Brustbeins ausgeprägt
Rippen: Flache Rippen und weite Rippenzwischenräume. Die Rippen müssen gut sichtbar und ausgeprägt sein. Der Umfang des Rippenkorbes ist um ein weniges größer als die Widerristhöhe.
Untere Profillinie und Bauch: Der Bauch ist vom Ende des Brustbeines an stark aufgezogen. Kurze und trockene Weichen; gut entwickelte Flanken.
Rute: Tief angesetzt und kräftig am Rutenansatz; sie fällt den Läufen entlang und liegt ihnen eng an. Sie verjüngt sich zunehmend bis zu einer sehr dünnen Spitze. Beweglich und sehr lang; sie reicht weit über das Sprunggelenk hinaus. Im Ruhezustand hat die Rute die Form einer Sichel mit einem stark ausgeprägten, seitlich weisenden Haken am Ende. Sie ist zwischen die Läufe geschoben und berührt mit dem Haken vor den Hintergliedmassen fast den Boden. Dies ist ein typisches Merkmal dieser Rasse.

Gliedmaßen -Vorderhand
Allgemeines Läufe absolut senkrecht, fein, gerade und parallel; kurzer und dünner Vordermittelfuß, Hasenpfoten.
Schultern: Trocken, kurz und schräg. Das Schulterblatt soll deutlich kürzer sein als der Oberarm.
Oberarm: Lang, länger als das Schulterblatt, sehr muskulös, mit freiem Ellenbogen, obwohl dieser dem Körper eng anliegt.
Unterarm: Sehr lang, gerade und parallel, gut ausgeprägte Knochen, hervorstehende Sehnen. Karpalballen sehr ausgeprägt.
Vordermittelfuß: Leicht geneigt, fein und kurz.
Vorderpfoten: Hasenpfote. Eng aneinanderliegende und gewölbte Zehen. Starke und lange kräftige Zehenglieder. Pfotenballen hart und gut entwickelt. Die Zwischenzehenhaut ist mäßig ausgebildet, die Krallen sind sehr gut ausgebildet
Winkel: Winkel Schulterblatt zu Oberarm 110 Grad. Winkel Oberarm zu Unterarm 130 Grad.

Hinterhand
Allgemeines: Kräftig, gut abgezeichnete Knochen; lange, gut ausgebildete Muskulatur. Absolut senkrecht gestellt, mit korrekten Winkelungen. Gut ausgeprägte Sprunggelenke; kurzer Mittelfuß, senkrecht zur Erde. Hasenpfoten mit gewölbten Zehen. Die Hinterhand gibt den Eindruck von Kraft und Wendigkeit bei gutem Schub.
Oberschenkel: Sehr stark, lang, muskulös und fest. Der Oberschenkelknochen hat eine optimale Senkrechtstellung (zum Boden). Von hinten gesehen, sieht man auf den ersten Blick die sehr gut ausgebildete Muskulatur; die Länge des langen, flachen und starken Oberschenkels beträgt ¾ der Länge des Unterschenkels.
Unterschenkel: Sehr lang mit ausgeprägten, feinen Knochen; muskulös im oberen Teil und weniger muskulös im unteren Teil mit klar sichtbaren Venen und Sehnen.
Sprunggelenk: Sehr ausgeprägt mit gut sichtbar stark ausgebildeter Achilles-Sehne.
Hintermittelfuß: Dünn, kurz und senkrecht zum Boden.
Hinterpfoten: Hasenpfoten, genau so geformt wie bei den Vordergliedmaßen.
Winkel: Hüfte zu Oberschenkel 110 Grad, Oberschenkel zu Schienbein 130 Grad
Sprunggelenkwinkel größer als 140 Grad

Gangwerk
Der typische Gang ist naturgemäß der Galopp. Der Trab ist sehr lang, nahe über dem Boden, elastisch und energisch. Ohne Tendenz zum Paßgang und zu seitlicher Verschiebung.

Haut

Straff am Körper in allen Bereichen, widerstandsfähig und beweglich, rosafarben. Die Schleimhäute sollen dunkel sein.

Haarkleid

Haar: Dicht, sehr fein, kurz, glatt; verteilt über den ganzen Körper bis zu den Zehenzwischenräumen. Im hinteren Bereich der Oberschenkel etwas länger. Die Varietät mit halblangem Rauhaar zeigt eine unterschiedliche Rauheit und Länge der Haare, obwohl die Haare immer gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sind, bilden sich ein Oberlippen- und Backenbart, buschige Augenbrauen und ein Haarschopf.
Farbe: Alle Farben sind zulässig. Die typischen Farben sind in der Reihenfolge ihrer Bevorzugung:
- Falbfarben und mehr oder weniger dunkel gestromt gut pigmentiert.
- Schwarz.
- Schwarz gefleckt, hell oder dunkel.
- Dunkel falbfarben.
- Zimtfarben.
- Gelb.
- Rot.
- Weiß
- Gescheckt.

Größe
Widerristhöhe: Rüden: 62 bis 70 cm, Hündinnen: 60 bis 68 cm
Abweichungen von 2 cm nach oben sind bei Hunden mit einer harmonischen Gesamterscheinung zugelassen.

 

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